
Originaltitel: William Shakespeare’s a Midsummer Night’s Dream
USA, 1999
Kinostart: 21.10.1999 (FSK: 12)
ca. 116 Min.
Fantasy, Komödie
Die Toskana Ausgang des 19. Jahrhunderts: Inmitten einer idyllischen Landschaft erleben mehrere Liebespaare turbulente Verwicklungen. Während Hermia (Anna Friel) und Lysander (Dominic West) sowie Helena (Calista Flockhart) und Demetrius (Christian Bale) ihre Gefühle füreinander entdecken, sie jedoch nicht auszuleben vermögen, wird deutlich, dass sie unsichtbaren Kräften ausgeliefert sind, die in einer Zauberwelt mit den Normalsterblichen Schabernack treiben. Doch nicht nur das Quartett gerät unter den magischen Einfluss des Gnoms Puck (Stanley Tucci), der im Auftrag des Elfenkönigs Oberon (Rupert Everett) Amor spielt und mit seinen geheimen Liebestropfen ein unbeschreibliches Gefühlschaos anrichtet. Auch Nick Bottom (Kevin Kline), ein armer Handwerker, der von einer Schauspielerkarriere träumt, landet im Reich der Wassernymphen und Waldgeister – mit ungeahnten Folgen ...
Elfen, Waldgeister, Zentauren, Medusen: William Shakespeare hat mit „Ein Sommernachtstraum“ eine Vorlage geschaffen, die geradezu nach einer SFX-Verfilmung geschrieen hat. Eingebettet in eine romantische Komödie, in der erst ein listiger Gnom auftauchen muss, um Liebe zu verbreiten, hätte „Ein Sommernachtstraum“ ein kleines, cineastisches Meisterwerk werden können. Können, wohlgemerkt. Bei aller Liebe zu Shakespeare und seinem Genie: Der Gute hat nun einmal Theaterstücke geschrieben. Zwar gibt es kaum ein Stück, das nicht zu einer Verfilmung taugen würde, doch um seine Stücke verfilmen zu können, bedürfen sie einer gewissen Bearbeitung. Tatsächlich mögen die Darsteller vor einer Kamera agieren, dennoch ist „Ein Sommernachtstraum“ zum größten Teil nichts anderes als abgefilmtes Theater. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Stück weitestgehend ungekürzt im Originalwortlaut und der Szenenvorgabe der Vorlage adaptiert wurde. Dies alles mag im Theater funktionieren, Hoffmanns filmische Adaption aber wirkt dadurch holprig, viel zu lang – und somit auf Dauer ermüdend.