
Originaltitel: Otogirisou
Japan, 2001
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
ca. 85 Min.
Horror
Auf der Suche nach Inspiration reisen zwei junge Spieledesigner aufs Land. Über UMTS mit ihrem Büro verbunden, senden sie ihre Bilder direkt übers Internet in die Stadt – und so entdecken ihre Kollegen dort, nach Anfertigung eines Bauplans, dass es im Haus geheime Räumlichkeiten geben muss.
„St. Johns Wort“ ist eine auf den ersten Blick reizvolle Symbiose aus klassischer Spukgeschichte – denn offenbar geht ein Geist um – und Cyberspace-Thriller. Die Spieledesigner verarbeiten ihre Eindrücke direkt online zu einem Spiel, die Grenzen zwischen der Realität und dem Spiel verlieren sich. Leider verliert sich aber auch der Film mit fortlaufender Spielzeit in Kamera- und SFX-Spielereien. Die Effekte sehen gut aus, sie verbinden die Ästhetik eines Konsolenspiels mit der eines Kinofilms. Aber auch die Handlung verliert der Regisseur nach und nach aus den Augen, ebenso wie die Personenführung. Letztendlich ist es egal, welches Geheimnis das Haus in sich birgt, da die Handlung bei fortlaufender Spielzeit mehr und mehr Lücken aufweist und die Charaktere keine Entwicklung durchlaufen. Ihr Schicksal wird belanglos. Wie der Film. Schade!