Originaltitel: Sengoku Jieitai 1549
Japan, 2005
Kinostart: 01.01.2005 (FSK: 16)
ca. 87 Min.
Action, Science Fiction
Bei einem Experiment des japanischen Militärs im Jahre 2003 ereignet sich ein folgenschwerer Unfall: Eine Militäreinheit verschwindet spurlos. Im Jahr 2005 muss das Experiment wiederholt werden: Die verlorene Einheit ist nämlich durch einen Riss in der Zeit im Jahr 1547 gestrandet, und es ist offensichtlich, dass sich der Strom der Zeit verändert. Die zweite Einheit erwartet bei ihrer Ankunft im Jahr 1549 eine unangenehme Überraschung.
„Samurai Commando Mission 1549“ ist im Weitesten ein Remake des 1979 entstandenen Klassikers „Time Slip“. Und wie dies in Bezug auf Remakes oft der Fall ist, ist auch in diesem Fall das Original besser. Erstens: Es gibt im Original viel mehr Action und die Charaktere sind besser ausgearbeitet. Zweitens: „Time Slip“ verzichtet ganz einfach auf eine Erklärung für den Zeitsprung. Er passiert einfach. Punkt. So kann sich das Original auch auf das Wesentliche konzentrieren (den Kampf der Soldaten der Gegenwart gegen die Samurai der Vergangenheit), ohne Subplots aufbauen zu müssen, wie sie im Remake en masse zu finden sind. Subplots, welche die an sich simple Handlung unnötig verkomplizieren. Nun sind die Actionszenen der Neuverfilmung durchaus ansehnlich, jedoch verliert sich die Handlung nach etwa 60 Minuten Spielzeit in Logiklöchern. Nach 87 Minuten schließlich, dem Ende des Filmes, wirkt das Gesehene nur noch wie eine Aneinanderreihung von Ideen, denen man leider vergessen hat, eine Linie zu geben. Wer daran die Schuld trägt, ist schwer zu sagen, denn der vorliegende Film ist nur eine Blaupause des japanischen Originals, eine für den US-Markt zusammengekürzte Fassung, wie der zweite (!) Nachspann des Filmes verrät.
Obschon es sich um die amerikanisierte Fassung handelt, gibt es auf der DVD dann neben dem deutschen doch noch den japanischen Ton und nicht die englisch synchronisierte Version. Ansonsten: wenig Erwähnenswertes.