Originaltitel: Guisi
Taiwan, 2006
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
ca. 105 Min.
Horror, Science Fiction
Dem genialen, aber auch unberechenbaren Wissenschaftler Hashimoto ist etwas Unfassbares gelungen: Er hat den Geist eines kleinen Jungen eingefangen; da dieser offenbar nicht in der Lage ist, direkt mit seiner Umwelt zu kommunizieren, engagiert Hashimoto den mürrischen Agenten Ye Qui-Dong. Ye Qui-Dong, der die Kunst des Lippenlesens beherrscht, gelingt es schnell, die Herkunft des Jungen zu ergründen. Aber das, was er erfährt, gefällt ihm gar nicht – vor allem nach dem Angriff des Jungen auf eine Kollegin von Hashimoto.
„Silk“ ist eine hoch interessante Synthese aus asiatischer Geistermär und Actionthriller. Regisseur und Autor Chao-Pin Su geht es nicht um Schockeffekte. Er setzt sie ein, sparsam, und dann auch äußerst effektiv. Die Spannung aber entsteht aus der Geschichte heraus. Da der Geist quasi von der ersten Minute des Filmes an sichtbar ist und mit dieser Tatsache auch ganz bewusst gespielt wird, ist es nur selten möglich, klassische Geistereffekte mit dem „Buh“-Effekt zu inszenieren. Statt dessen muss die Spannung stets direkt aus der Geschichte heraus entstehen, ganz im Stile eines klassischen Thrillers, der keinen Stillstand duldet. Was gelingt, weshalb„Silk“ ein Geisterfilm der etwas anderen Art ist.
Bonus-DVD mit Making-of, Bloops, geschnittenen Szenen und einem alternativen Ende.