Originaltitel: My Super Ex-Girlfriend
USA, 2006
Kinostart: 16.11.2006 (FSK: 12)
ca. 96 Min.
Komödie
Eigentlich könnte Architekt Matt zufrieden sein. In der Galeristin Jenny hat er eine tolle Frau gefunden, die ausgerechnet auf eine Eigenschaft beim männlichen Geschlecht steht, die normalerweise nicht unbedingt zu den gefragtesten Attributen zählt: Langeweile. Jenny, alles andere als eine graue Maus, findet genau diese Eigenschaft erotisch, und der farblose Matt – das ist ihr Traummann. Matt allerdings empfindet sich nach und nach von Jenny erdrückt. Jenny leidet nicht nur unter diversen Neurosen und ist maßlos eifersüchtig – sie ist darüber hinaus G-Girl, eine taffe Superheldin, die in den Straßen der Großstadt für Recht und Ordnung sorgt. Und eines ist klar: Von einem Langweiler wie Matt lässt sich G-Girl nicht einfach abservieren, nur weil dieser ihre Beziehung in einer Sackgasse angekommen sieht ...
An sich ist die Idee, die „Ghostbuster“-Regisseur Ivan Reitman hier verfilmt hat, ganz amüsant. Tatsächlich stellt sich die Frage, warum eigentlich noch kein anderer Autor zuvor auf diesen Einfall gekommen ist, denn ob im DC- oder Marvel-Universum: Comichelden mit Doppelidentitäten und daraus resultierenden Beziehungsproblemen gibt es en masse. Und eine Beziehung am Leben zu erhalten, das ist selbst für Superhelden oft schwieriger, als die Welt zu retten. „Lois & Clark“ war eine Serie, die diese Idee zumindest schon einmal im Rahmen einer klassischen Screwball-Komödie aufnahm. „Die Super-Ex“ hingegen versucht sich mit Brachialhumor an dieser Geschichte. Das ist teilweise recht amüsant, vor allem die neurotische Jenny stellt einen wunderbaren Gegenpart zur bejubelten Superheldin dar. Doch die Chemie zwischen Hauptdarstellerin Uma Thurman und Matt-Darsteller Luke Wilson will einfach keine Funken fliegen lassen. Obwohl G-Girls Attacken auf den armen Matt mit Raffinesse inszeniert sind und der Film alles in allem als kurzweilig bezeichnet werden darf, gelingt es Ivan Reitman nicht, die an sich amüsante Idee „rund“ zu präsentieren. Der Film erscheint als eine Aneinanderreihung von amüsanten Gags, die aber längst keinen in sich geschlossenen Film ergeben. Für einen verregneten Nachmittag dennoch in Ordnung.
Das übliche Making-of, herausgeschnittene Szenen, drei Featurettes, ein Musikvideo und Trailer samt TV-Spots.