Originaltitel: Nihon Chinbotsu
Japan, 2006
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
ca. 135 Min.
Science Fiction
Ein gewaltiges Erdbeben erschüttert Teile von Japan und fordert Tausende von Todesopfern. Aber nicht nur das: Das Erdbeben offenbart, dass Japan im Meer versinken wird. Nicht heute oder morgen, aber in den nächsten Jahren. Premierminister Yamamoto richtet einen Krisenstab ein, zu dessen Vorsitzenden er die Kultusministerin Saori Takamori ernennt. Die Ministerin ist überrascht, abschlagen kann sie ihre Ernennung nicht, denn Yamamoto zählt auf sie. Er befürchtet, dass die alten Männer in seinem Kabinett selbst im Moment der schlimmsten Katastrophe noch als Politiker – und nicht als Menschen – denken werden. Allein Saori traut er zu, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Einen leichten Stand hat die Ministerin von Anfang an nicht. Ihr Ex-Mann ist Dr. Yusuke Tadokoro, ein brillanter Wissenschaftler, der als einer der Ersten den Untergang Japans vorausgesagt hat. Leider ist er aufgrund seines oft rüpelhaften Auftretens kein Wissenschaftler, dem Politiker gerne zuhören. Da stirbt der Premierminister bei einem Flugzeugabsturz.
„Sinking of Japan“ ist ein ansehnlicher State-of-the-Art-Spezialeffektefilm. Zwar werden die Effekte relativ sparsam eingesetzt – es handelt sich schließlich nicht um eine 150-Millionen-Dollar-Hollywoodproduktion, aber es kann sich sehen lassen, was die Spezialeffektekünstler hier gezaubert haben. Mehr noch als auf der Ebene des Effektekinos überrascht der Film als Ensembledrama, in dessen Mittelpunkt Figuren stehen, um die man sich als Zuschauer wirklich Sorgen machen kann und die nicht nur dazu dienen, die einzelnen Katastropheneffekte miteinander zu verbinden. Mit einem Einspielergebnis von 45 Millionen Euro gehört der Film zu den Blockbustern des Jahres 2006 in Japan; er basiert auf dem Bestseller „Japan sinkt“ von Sakyo Komatsu aus dem Jahre 1979 – der im Jahr 2006 übrigens gleich ein zweites Mal verfilmt wurde! Allerdings als Parodie unter dem vielsagenden Titel „The World Sinks Except Japan“.
Auf der Einzel-DVD gibt es keine erwähnenswerten Extras, die Doppel-Edition enthält eine Bonus-DVD.