
Originaltitel: Titan A.E.
USA, 2000
Kinostart: 10.08.2000 (FSK: 6)
ca. 94 Min.
Science Fiction
Die Welt in 1000 Jahren. Die Menschen haben den Weltraum erobert – und sich Feinde gemacht. Feinde, die Angst vor dem haben, was die Menschen eines Tages werden können. Daher vernichten sie die Erde. Nur wenige Menschen überstehen diese Katastrophe. Fortan leben sie entweder in heruntergekommenen Kolonien, die sie aus Resten ihrer Raumschiffe zusammengebaut haben, oder sie sind Streuner, Heimatlose wie Cale, der als Gelegenheitsarbeiter sein Dasein fristet. Eines Tages trifft er Tucker, einen alten Freund seines Vaters, der ihm offenbart, die letzte Hoffnung für die Menschheit zu sein. Denn Cales Vater hat das Titan-Projekt geleitet, ein Projekt, mit dem eine neue Erde erschaffen werden soll. Sein Sohn aber verspürt nur wenig Lust, ein Held oder gar ein Hoffnungsträger zu werden und lässt sich von Tucker nur überreden mitzukommen, da er sich eh gerade einmal wieder in Schwierigkeiten befindet – und es ihm darüber hinaus Tuckers Pilotin Akira angetan hat. Warum Cale so wichtig ist? Er ist quasi eine lebendige Sternenkarte, über die das Titan-Raumschiff, das sein Vater vor 16 Jahren vor dem Angriff der Außerirdischen in Sicherheit gebracht hat, wieder aufgespürt werden kann.
„Titan A.E.“ besitzt keinen allzu guten Ruf unter den Genre-Fans. Dies ist schade, denn schlecht ist der von den Zeichentrick-Experten Don Bluth und Gary Goldman inszenierte Spielfilm nicht. Vor allem die Schlachtsequenzen sind beeindruckend gezeichnet. Auch die Geschichte ist durchaus interessant. Woran der Film leidet, das sind seine wenig markanten Hauptfiguren und eine gewisse Sprunghaftigkeit in der Geschichte. Auf A folgt B, auf B folgt C usw. Das Ganze erinnert eher an eine TV-Miniserie, deren einzelne Episoden jeweils 25 Minuten dauern, denn an einen zusammenhängenden Spielfilm. Dies ist umso erstaunlicher, als dass Joss „‚Buffy’-Schöpfer“ Whedon das Drehbuch mit verfasst hat – ein Mann, der dafür bekannt ist, größere Zusammenhänge meisterlich handhaben zu können.