Originaltitel: One Missed Call
USA, Japan, 2008
Kinostart: 20.03.2008 (FSK: unbekannt)
ca. 87 Min.
Horror, Mystery, Thriller
Beth Raymond ist völlig verstört, als sie innerhalb weniger Tage das grausige Sterben zweier Freunde miterleben muss. Sie weiß, dass beide schockierende Handy-Nachrichten erhalten hatten – entsetzliche Aufnahmen der letzten Sekunden ihres Lebens. Unbegreiflicherweise erhielten sie diese Aufnahmen schon Tage vor ihrem Tod, aber sie starben dann exakt so, wie die Anrufe es angekündigt hatten. Die Polizei hält Beths Vermutungen für Wahnvorstellungen – mit Ausnahme von Detective Jack Andrews. Seine Schwester ist bei einem merkwürdigen Unfall ums Leben gekommen, der auffällige Parallelen zum Tod von Beths Freunden aufweist. Fieberhaft versuchen Jack und Beth nun, das Geheimnis der unheimlichen Anrufe zu enträtseln.
Amerikanische Remakes von asiatischen Horrorfilmen sind längst ein Genre für sich und nur in den seltensten Fällen besser (und erfolgreicher) als ihre Originale. Wer sich mit dem japanischen Kino anfreunden kann, ist mit Takashi Miikes Werk sicherlich besser bedient. Valettes Film liefert einige nette Varianten, aber kaum nennenswerte Eigenkreationen.
Bei Anruf Mord? Alfred Hitchcocks Erben sollten Tantiemen verlangen und auch Wes Craven seine Hand aufhalten dürfen, so bekannt klingt der Grundplot dieses neuen Teen-Horrors mit Shannyn Sossamon („40 Tage und 40 Nächte“). Der französische Regisseur Eric Valette liefert mit diesem Remake des gleichnamigen japanischen Horror-Blockbusters aus dem Jahr 2004 sein Hollywooddebüt und hofft vermutlich schon darauf, dass seine US-Fassung ein ähnlich lukratives Franchise hervorbringt. Takashi Miikes Original führte seit seiner Premiere zu einem ebenfalls erfolgreichen Sequel („One Missed Call 2“, 2005, Regie: Renpei Tsukamoto) und einem Finale („One Missed Call: Final“, 2006, Regie: Manabu Asou), das die Trilogie abschloss. Der Klingelton des Todes wurde übrigens auch in der realen Welt sehr beliebt.