
Originaltitel: Terminator - Salvation
USA, 2009
Kinostart: 03.06.2009 (FSK: 12)
Action, Science Fiction
Marcus Wright ist ein Mörder, der 2003 hingerichtet wird, 2018 aber wieder zum Leben erwacht – in einer Welt, in der die Apokalypse gewütet hat. Die Menschheit wurde von Maschinen überrannt, in einem aussichtlosen Krieg stehen sich die letzten Armeen und eine Roboterstreitmacht gegenüber. Marcus Wright erwacht nicht nur in einer ihm vollkommen fremden Welt, er ist darüber hinaus auf der Suche nach Antworten. Antworten auf Fragen wie – warum lebt er noch und warum ist er in den letzten fünfzehn Jahren nicht einen Tag gealtert? Auf der anderen Seite steht John Connor (Christian Bale). Connor ist der Prophet der kommenden Zeiten. Geboren 1985 als Sohn eines Mannes aus der Zukunft, liegt das Schicksal der Welt in seinen Händen. Marcus Wright spürt, dass sein Schicksal mit dem von John Connor verbunden ist, daher begibt er sich auf die Suche nach ihm.
Mit Teil vier der „Terminator“-Reihe beginnt eine neue Trilogie. Doch was 1984 mit einem inzwischen zum Klassiker avancierten Genrekracher begann und Filmgeschichte geschrieben hat, entwickelt sich unter der Regie des ehemaligen Videoclip-Regisseurs McG zu einem enttäuschend Big-Budget-Spektakel. In diesem Spektakel mag es zwar alle fünf Minuten irgendwo gewaltig krachen oder knirschen, nur wirklich Spannung will einfach nicht aufkommen.
Es ist nicht so, dass „Terminator – Die Erlösung“ ein rundum schlechter Film ist. Er kann durchaus Punkte auf der Habenseite verbuchen. Da ist zum Beispiel der hierzulande noch weitgehend unbekannte australische Schauspieler Sam Worthington.
McG, der bislang vor allem durch cineastische Umweltverschmutzung wie „Drei Engel für Charlie“ berüchtigt war, bemüht sich redlich. Er lässt in seinem Effektegetümmel Sam Worthington viel Platz, um einen überaus komplexen Charakter zu entwickeln, der letztlich den Film trägt. Was dringend notwendig ist, denn in Bezug auf Spannungsaufbau zeigt „Terminator – Salvation“ dem Zuschauer in schockierender Weise, wie man so etwas nicht macht! Nur weil ein paar Leute durch eine Wüste fahren, in der böse Roboter ihr Unwesen treiben, ist ein solcher Road Trip nicht automatisch auch schon spannend. Es ist zwar nett anzuschauen, wenn ständig Gebäude, Autos, Riesenterminatoren in die Luft fliegen, aber das ergibt noch keine Spannung, wenn man doch nie im Gefühl hat, dass den Figuren wirklich was Böses zustoßen kann. Wenn dann ein solcher Road Trip die Hälft der Spielzeit einnimmt, kommt irgendwann Langeweile auf. Auch der viel zu sehr in die Länge gezogene Showdown zeigt einige gravierende Unzulänglichkeiten in Bezug auf den Spannungsaufbau auf.
Zwar legte der Film mit einem Einspielergebnis von rund 56 Millionen Dollar einen hervorragenden US-Start hin, bei Produktionskosten von 200 Millionen aber dürfte die Ernüchterung bei den Produzenten groß gewesen sein, belegten sie doch nur einen zweiten Platz hinter „Nachts im Museum 2“, der 70 Millionen in die Kassen der Finanziers spülte.