
Originaltitel: Unbreakable
USA, 2000
Kinostart: 26.12.2000 (FSK: 16)
ca. 107 Min.
Fantasy
David Dunn ist das, was man einen Durchschnittsmenschen nennt. Er arbeitet für eine Sicherheitsfirma als Wachmann, hat einen zehnjährigen Sohn, eine Frau, die als Krankengymnastin arbeitet (wobei ihre Ehe in einer Krise steckt) und ein Haus, für das er Hypotheken bezahlen muss. Nichts an David wirkt ungewöhnlich oder sogar außergewöhnlich. Bis zu jenem Tag, an dem er als einziger Mensch ein schreckliches Zugunglück überlebt. Nicht nur, dass alle anderen 177 Reisenden sterben – David hat nicht einmal einen einzigen Kratzer abbekommen! Nur kann er sich an das Unglück nicht erinnern. Oder will er sich nicht erinnern können? Hat er das Unglück bereits verdrängt? So wie andere Schicksalsschläge in seinem Leben, die anderen Menschen schwerste psychische und physische Schaden hätten zufügen können – die David jedoch ausnahmslos unversehrt überstanden hat? – Das Auftauchen des geheimnisvollen Galleristen Elija (Samuel L. Jackson) lässt zumindest darauf schließen, denn Elija glaubt, dass David auserwählt ist.
„The Sixth Sense“ war kein Film, der unbedingt auf Grund seiner Handlung bestochen hat. Er funktionierte auf Grund seiner Atmosphäre, mit der Regisseur M. Night Shyamalan dem Zuschauer den Atem zu stehlen vermochte. Es ist kaum zu glauben, doch in gewisser Weise gelingt es ihm mit „Unbreakable – Unzerbrechlich“, eine noch atemberaubendere Atmosphäre zu erschaffen, und das, indem er letztendlich nicht mehr macht, als einen einzigen Mann zu beobachten: David Dunn (Bruce Willis).
„Unbreakable – Unzerbrechlich“ gehört jedoch zu jenen Filmen, über die man eigentlich nichts schreiben darf, denn mit jedem Handlungssegment, das man bekannt gibt, nimmt man dem Film einen Teil der Spannung. Der unglaublich ruhig inszenierte Film lässt lange Zeit nicht erahnen, in welche Richtung er sich bewegen wird. Er wirkt, als sei er ein reines Familiendrama, nichts, aber auch gar nicht deutet zu Beginn darauf hin, einen Fantasy-Film vorliegen zu haben. Regisseur Shyamalan verschließt sich allen gängigen Inszenierungs-Schemata des Fantasy-Films und kreiert eine wahrlich einmalige Synthese aus Drama und Fantasy. „Unbreakable – Unzerbrechlich“ ist ein aus unzähligen Mosaiksteinchen zusammengesetztes Puzzle, in dem jedes noch so kleine Handlungssegment am Ende einen tieferen Sinn ergibt. Es ist ein Film, der den Verstand ebenso erfreut wie das Herz, der eine spannende Geschichte erzählt und darüber hinaus mit einem wirklich unglaublichen Ende aufzuwarten weiß.