
Originaltitel: Mickey’s House of Villains
USA, 2001
Kinostart: unbekannt (FSK: 0)
ca. 70 Min.
Horror
Zur großen Gala treffen sich die schurkischsten Schurken der Disney-Zeichentrickfilmgeschichte: Captain Hook aus „Peter Pan“, Cruella aus „101 Dalmatiner“ und viele mehr. Eingeladen hat sie niemand Geringeres als Micky Maus, der an diesem Abend einige der gruseligsten Geschichten präsentiert, die je die Leinwand erreicht haben. Er ahnt nicht, dass Dschafar („Aladin“) an diesem Abend nichts Gutes im Schilde führt.
Die Rahmenhandlung dieses Filmes ist, milde ausgedrückt, nicht wirklich gelungen. Die Gala, auf der sich Disneys Erzbösewichte versammeln, bildet einen lauen Rahmen für eine Kompilation, die aus acht, größtenteils klassischen Zeichentrickfilmen besteht. Trickfilmen, in denen Micky Maus, Goofy und / oder Donald Duck auf Geister, ausgebrochene Zoo-Gorillas oder Halloween-Monster treffen. Diese Kurzfilme, die allesamt dem phantastischen Genre angehören, sind zwar aus unzähligen TV-Ausstrahlungen her bestens bekannt, es macht dennoch Spaß, sie immer wieder anschauen zu können, ohne auf die nächste Wiederholung auf Super RTL warten zu müssen. Außerdem kann man die Rahmenhandlung getrost vorspulen oder über die DVD-Kapitelauswahl einfach überspringen.
Fazit: Die Auswahl der insgesamt acht Kurzgeschichten ist gelungen, für die Rahmenhandlung aber hätten sich die Autoren gerne etwas mehr einfallen lassen dürfen.
Der Ton kann sich hören lassen. Er wurde neu abgemischt und erfreut den Konsumenten in Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1. Das Bild ist im Vollbild-Format, allerdings wird eine andere Form der Präsentation auf Grund des Alters einiger Geschichten (zumindest der Kurzfilm „Donald, Geister und Gespenster“ ist inzwischen knapp 70 Jahre alt!) gar nicht anders möglich sein. Das Bild ist teilweise hervorragend, bei einigen der älteren Filme sind die Farben allerdings etwas verblasst. Die Extras sind derweil enttäuschend. Es gibt ein interaktives Quiz, ansonsten bewirbt der Verleiher in dieser Rubrik nur seine eigenen Produkte. Hinter Titeln wie „Das Beste von der bösen Königin aus ‚Schneewittchen und die sieben Zwerge’“ versteckt sich Product-Placement pur und statt eines echten Extras darf sich der Zuschauer einen überlangen Werbeclip für besagten Disney-Klassiker anschauen.