Space-View Gameguide: Dark Messiah: Might & Magic

Dark Messiah: Might & Magic

Fakten

Entwickler: Arkane Studios
Publisher: Ubisoft
USK: 18 Jahre
Veröffentlichung: 27.10.2006
Plattform: PC / Windows

Genre

Science Fiction

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Review

Die Rollenspielreihe „Might and Magic“ zählt zu den bekanntesten Rollenspielumsetzungen für den PC. Der erste Teil erschien schon 1986 und setzte für das Genre neue Standards in den Bereichen Komplexität und technische Umsetzung. Später stagnierte der einstmalige Rollenspielhit. Es fehlte an inhaltlichen Neuerungen, und auf technischer Seite (3D-Grafik) hinkte man der Konkurrenz spürbar hinterher. Als die Serie in Vergessenheit zu geraten drohte, sicherte sich UbiSoft die Rechte an der Marke und unterzog das Rollenspielurgestein einer Frischzellenkur.
Als erstes spendierte man dem neuesten Spross der Serie die topaktuelle „Half Life 2“-Engine (Source Engine) und gestaltete das Spielgeschehen deutlich temporeicher. Herausgekommen ist ein spannendes und schick anzusehendes Action-Rollenspiel, das jedoch nur noch wenig mit dem in die Jahre gekommenen Rollenspielklassiker gemein hat. So steht dem Spieler auch keine frei begehbare Spielwelt mehr zur Verfügung, sondern eine in Episoden ablaufende Spielgeschichte, durch die sich der Spieler, Level für Level, hindurchkämpfen muss.
In der linear ablaufenden Hintergrundgeschichte übernimmt der Spieler die Geschicke des jungen Sareth. Als Sareth im Auftrag seines Mentors, der ihn in den Grundlagen der Magie und Kampfeskunst unterwies, einen magischen Kristall in die Hände zu bekommen versucht, überschlagen sich die Ereignisse und er wird zur Schlüsselfigur um die Prophezeiung des Dark Messiah. In den düster designten Spielarealen trifft der Held unter anderem auf wütende Orks, primitive Goblins, zähe Untote und einen mächtigen, flügelschlagenden Drachen.
Die schnell ablaufenden Kämpfe und die kinoreif präsentierte Spielgeschichte lassen nie Langeweile aufkommen und halten den Adrenalinspiegel des Spielers auf permanent hohem Niveau.
Eine Besonderheit von „Dark Messiah“ ist die interaktive Spielumgebung. So lassen sich zum Teil ganze Anbauten zum Einsturz bringen, was bei gutem Timing dazu führen kann, dass eine komplette Gegnerschar unter herabfallenden Kisten, Fässern und Holzbrettern begraben wird. Auch die Grafik von „Dark Messiah“ kann sich sehen lassen. Realistisch wirkende Texturen, aufwändige Lichtberechnung, detaillierte Charaktermodelle und eine glaubhaft reagierende Physik-Engine machen das Spiel zum Sinneserlebnis. Einzige Einschränkung ist die starre Himmelskuppel ohne jede Wolkenbewegung.
Die Rollenspielelemente in „Dark Messiah“ sind rudimentär und erschöpfen sich in einem übersichtlich gehaltenen Skillsystem. Mit den sporadisch erlangten Erfahrungspunkten lassen sich diverse magische Fähigkeiten und Kampftechniken freischalten oder aufwerten. Da die Kämpfe sehr herausfordernd sind, sollte man in jedem Fall die Fähigkeit Heilung aktivieren.
„Dark Messiah“ ist eines der spannendsten Action-Rollenspiele auf dem Markt und dürfte auch über Genregrenzen hinweg Liebhaber finden.

geschrieben von: Gerd Frey

Spielbewertung

Grafik: 90 90%
Gameplay: 90 90%
Gesamt: 90 90%