Space-View Gameguide: The Elder Scrolls - Oblivion

The Elder Scrolls - Oblivion

Fakten

Entwickler: Bethesda Softworks
Publisher: 2K Games
USK: 12 Jahre
Veröffentlichung: 24.03.2006
Plattform: PC / Windows

Genre

Science Fiction

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Review

Die „The Elder Scrolls“-Serie zählt zu den anspruchsvollsten Rollenspielreihen am PC. In ihr kombinierten die Entwickler eine riesige Spielwelt mit enormer Handlungsfreiheit und einer grafischen Umsetzung am technischen Limit der Zeit.
„Oblivion“, der vierte Teil der Serie, macht da keine Ausnahme. Wie die vorherigen Produktionen spielt auch „Oblivion“ im selben Fantasy-Universum. Schauplatz der Hintergrundgeschichte ist das Königreich Tamriel. Von hohen Bergen umgeben, liegt in seinem Zentrum der riesige Kaiserpalast mit seinem hoch aufragenden weißen Turm.
Mit „Oblivion“ wurde eine virtuelle Welt so realistisch wie noch nie zuvor auf PC-Monitoren zum Leben erweckt. Der Spieler kann ausgedehnte Wälder, mit nahezu perfekt designten und animierten Bäumen durchstreifen, mittelalterliche Städte und Burgen besuchen oder als Schatzsucher unterirdische Höhlen, Tempelanlagen oder verfallene Ruinen erforschen. Neben der Hauptgeschichte warten eine Vielzahl an Nebenquests auf den Spieler, die überwiegend von den existierenden Gilden (Magiergilde, Kämpfergilde, Diebesgilde usw.) vergeben werden. Aber auch die einfachen Bewohner Tamriels, wie Handwerker oder Bauern, treten mit ihren Sorgen an den Spieler heran und bitten um Hilfe.
Neben der atemberaubenden Spielgrafik, für die ein schnelles PC-System Pflicht ist, findet auch die leistungsstarke Havok-Physik-Engine Verwendung im Spiel. Sämtliche beweglichen Objekte fallen oder bewegen sich daher physikalisch korrekt durch die Spielwelt.
Vorbildlich wurde das Missionsdesign gestaltet. Der Spieler hat Übersicht über alle angenommenen Spielaufgaben und kann zu jeder Zeit eine beliebige Quest zur aktiven Quest schalten. Eine aktive Quest unterstützt den Spieler durch Zielmarkierungen, die eine schnelle Orientierung ermöglichen. Eine weitere Neuerung ist die Schnellreisefunktion. Obwohl diese Option viele Erleichterungen bietet, beschneidet sie bei Benutzung das typische Rollenspielerlebnis.
Die spannende Hauptgeschichte bietet klassische Fantasykost. Nach vielen Jahren des Friedens ist Kaiser Uriel Septim VII zu alt, um seine Geschäfte ohne fremde Hilfe weiterzuführen. Diesen Augenblick der Verletzlichkeit nutzen dessen Feinde, um den Kaiser vom Thron zu stoßen. Sie schicken Meuchelmörder in den Palast, um ihn aus dem Weg zu räumen. Das Attentat gelingt und mit dem Tod des Kaisers öffnen sich in ganz Tamriel Tore nach Oblivion, einer von furchterregenden Kreaturen bevölkerten Unterwelt.
Eine der ersten Aufgaben des Spielers ist es, den letzten Nachkommen des verstorbenen Kaisers ausfindig zu machen. Nur dieser ist in der Lage, das Unheil abzuwenden und das Aufbrechen weiterer Oblivion-Tore zu verhindern.
Allein die Hauptgeschichte bietet über 20 Stunden Spielzeit. Wer jedoch die Welt von „Oblivion“ als Rollenspieler erkundet, kann viele Hundert Stunden in Tamriel zubringen, ohne Langeweile zu bekommen.
Negatives lässt sich in „The Elder Scrolls 4“ kaum ausmachen. Auffällig ist allenfalls, dass „Oblivion“ unter einigen Rechnerkonfigurationen zu häufigen Abstürzen neigt. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die deutsche Lokalisierung. Obwohl Publisher „Take 2“ ein professionelles Synchronstudio für die Umsetzung engagierte, lässt die Zuordnung der Bildschirmtexte bisweilen stark zu Wünschen übrig. Einige kleinere Bugs, die hauptsächlich die Nebenquests betreffen, schmälern das eigentliche Spielvergnügen aber kaum.

geschrieben von: Gerd Frey

Spielbewertung

Grafik: 90 90%
Gameplay: 90 90%
Gesamt: 90 90%