Entwickler: Monolith Productions
Publisher: Vivendi Universal/Sierra
USK: 18 Jahre
Veröffentlichung: 18.10.2005
Plattform: PC / Windows
Die Doppelbedeutung des Begriffes „F.E.A.R.“ (einerseits zählt es als Abkürzungsbezeichnung für „First Encounter Assault an Recon“ und andererseits beinhaltet es die reine Wortbedeutung: Angst) ist von den Entwicklern durchaus gewollt. Monolith Productions, die Schöpfer der humorvollen Agentenserie „No One Lives Forever“, gestalteten mit „F.E.A.R.“ einen durchaus Angst einflößenden 3D-Shooter.
Die Eliteeinheit F.E.A.R. wurde zu dem Zweck ins Leben gerufen, paranormale und potenziell gefährliche Vorkommnisse zu untersuchen und bei gegebener Notwendigkeit einzugreifen.
Als in einer abgeschirmten High-Tech-Forschungseinrichtung ein blutiges Massaker geschieht, wird das Einsatzteam von F.E.A.R. dorthin beordert. Den Teammitgliedern bietet sich ein Anblick des Grauens: Sie erfahren von geheimen Projekten im Bereich Klonforschung und Telepathie. Unter militärischer Aufsicht wurde ein genetisch modifizierter Klon-Kommandeur gezüchtet, der mittels Telepathie über eine Armee von Klonsoldaten gebietet. Doch dies scheinen nicht die einzigen Geheimnisse zu sein, die dem F.E.A.R.-Team vorenthalten wurden. Während der Einsätze überfallen den Spielhelden schreckliche Visionen, in denen ein unheimliches Mädchen der Auslöser für schreckliche Grausamkeiten ist.
Neben der spannenden, aber auch etwas minimalistisch erzählten Gruselstory, begeistert „F.E.A.R.“ mit schicker 3D-Grafik und einer realistischen Physik-Engine, die dafür sorgt, dass Effekte durch Schwerkraft und Druckwellen physikalisch korrekt dargestellt werden.
Obwohl grafisch durchaus mehr Abwechslung herrschen könnte (meist bewegt man sich durch verschachtelte Büro-, Lager-, und Forschungseinrichtungen), wirkt die Spielumgebung so realistisch wie in kaum einem anderen derzeit erhältlichen 3D-Shooter.
Die entsprechende Hardware vorausgesetzt (ohne einen schnellen PC mit leistungsstarker Grafikkarte und mindestens 1 Gigabyte Arbeitsspeicher muss man viele schicke Grafikoptionen abschalten) kann man sich an hoch aufgelösten, räumlich strukturiert wirkenden Texturen, volumetrischem Licht und fast natürlich wirkenden Wasserflächen erfreuen.
Ebenfalls hervorragend gelungen ist die in „F.E.A.R.“ implementierte KI. Gegnerische Einheiten nutzen die Umgebung, um Deckung zu finden (dabei springen sie sogar schon mal durch Fenster oder nutzen Alternativ-Wege) und sind zu komplexer Gruppenkoordination fähig.
Die wenigen Schwachpunkte sind die schon erwähnte abwechslungsarm gestaltete Umgebung und die recht knappe Spielzeit.
Spielbewertung | |||||||||
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