Entwickler: Shiny Entertainment
Publisher: Atari
USK: 16 Jahre
Veröffentlichung: 10.11.2005
Plattform: PC / Windows
Bei einer visuell so beeindruckenden Filmtrilogie wie den Matrix-Filmen ist eine Videospielumsetzung immer eine große Herausforderung.
Shiny, die Entwickler von „Sacrifice“ und den beiden abgedrehten MDK-Spielen, wagten sich schon mit dem 2003 publizierten „Enter the Matrix“ an diesen Stoff heran. Trotz einiger guter Ideen und den recht ansehnlich umgesetzten Kampfszenen machte das Spiel einen unfertigen Eindruck. Diverse Bugs, eine schludrige PC-Umsetzung und mittelmäßige 3D-Grafik enttäuschten viele Matrix-Fans. Hinzu kam außerdem, dass der Spieler nur in die Rolle von zwei recht unbedeutenden Nebencharakteren schlüpfen konnte.
In „Path of Neo“ hat sich zumindest Letzteres geändert. Der Spieler darf sogar die Rolle des Auserwählten selbst übernehmen. Leider startet das Spiel recht unspektakulär. Die ersten Szenen sind langweilig, erinnern an typische Konsolengames und sind auch grafisch nicht auf der Höhe der Zeit. Erst als Neo in den etwas zu umfangreich geratenen Trainingslevels lernt, mit seinen Spezialfähigkeiten umzugehen, gewinnt das Spiel an Fahrt. Auch optisch wird es im Verlauf der Geschichte anspruchsvoller und abwechslungsreicher.
In „Path of Neo“ erlebt der Spieler interaktiv die drei Filmepisoden nach und wird währenddessen immer mächtiger. Das Spiel bietet dabei reichlich – zum Teil sogar unveröffentlichtes – Filmmaterial in nahezu DVD-Qualität an. Trotz schicker Lichteffekte und einer weitgehend zerstörbaren Spielumgebung reicht die Grafik nicht an aktuelle Referenztitel heran. Da verwundern die recht hohen Hardwareanforderungen umso mehr. Gerade die Spielfiguren samt der verwendeten Texturen wirken künstlich, was darauf hinweist, dass „Path of Neo“ primär für Spielekonsolen entwickelt wurde.
Ärgerlich ist auch das automatische Speichersystem. So ist man an schwierigen Stellen gezwungen, bestimmte Abschnitte mehrfach zu durchlaufen, bevor man den nächsten Checkpoint erreicht.
Alles in allem ist „Path of Neo“ ausgereifter als sein Vorgänger „Enter the Matrix“, ein Meilenstein im Spielesektor ist es jedoch auch dieses Mal nicht geworden.
Spielbewertung | |||||||||
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