Space-View Gameguide: Prey

Prey

Fakten

Entwickler: Human Head Studios
Publisher: 3D Realms, 2K Games
USK: 18 Jahre
Veröffentlichung: 14.07.2006
Plattform: PC / Windows

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Review

Tommy, Jen und Enisi (Tommys Großvater) sind Cherokee-Indianer und betreiben ein kleines Rasthaus in einem Indianerreservat. Tommy und Jen lieben sich, sind sich jedoch nicht einig, wie ihre möglicherweise gemeinsame Zukunft aussehen soll. Während Tommy – ein einfacher Automechaniker – das Reservat weit hinter sich lassen will, um in der großen weiten Welt sein Glück zu versuchen, möchte Jen weiterhin im Rasthaus bleiben und sich dort ihr Leben aufbauen.
Dann geschehen jedoch Dinge, die alle angedachten Pläne für die Zukunft über den Haufen werfen: Eines Abends erscheinen plötzlich riesige außerirdische Raumschiffe am Himmel und saugen mit grünlich schimmernden Transportstrahlen Menschen und Gegenstände in sich hinein. Tommy verliert während dieses Vorgangs die Besinnung und erwacht einige Zeit später, auf eine Transportplatte geschnallt, in einem bizarren Alienraumschiff.
„Prey“ nimmt den Spieler mit auf einen atemberaubenden Trip in eine Welt fremdartiger Alientechnologie. Das Innere der Alienbasis erweist sich als eine Mischung aus High Tech und Biotechnologie. Es gibt Anschnitte, in denen man sich durch glänzende organische Röhren bewegt, während an den Wänden seltsame fleischige Wucherungen pulsieren. Hin und wieder öffnen sich Türen im Schließmuskeldesign oder es werden – wie bei einer Geburt – lederartige Eier ausgestoßen, die, großen Medizinbällen ähnlich, über den Boden rollen. Die gesamte Szenerie wirkt erstaunlich echt. Das fängt bei den plastisch texturierten Oberflächen (Bump Mapping) an, geht bis zu der naturrealistisch wirkenden Lichtkulisse (volumetrisches Licht) und begeistert durch die phantastisch programmierten Transporterportale, die sich an unzähligen Stellen im Schiff öffnen und schließen. Die Portal-Technologie in „Prey“ erlaubt es, durch ein waberndes Oval direkt in einen anderen Raum zu gehen, der sich durch das Oval auch beobachten lässt.
Doch nicht nur auf technischer und grafischer Seite setzt „Prey“ neue Standards, auch in Bezug auf Spielmechanik und Story-Präsentation vermag „Prey“ zu überzeugen. Beispielsweise erlernt Tommy im ersten Viertel des Spiels seine spirituellen Kräfte zu nutzen, die ihm dank seiner indianischen Abstammung zur Verfügung stehen. So kann er mit Hilfe des Spirit Walking Energiebarrieren durchdringen oder Orte erreichen, die normalerweise außerhalb seiner Reichweite liegen.
Ein weiteres wichtiges Spielelement ist die manipulierbare Gravitation in vielen Bereichen des Alienschiffes. In einigen Spielabschnitten kann man durch das Beschießen von Sensoren die Schwerkraft neu ausrichten, sodass der Boden plötzlich zur Decke wird und umgekehrt. Außerdem gibt es spezielle Wege, an denen man – bei Aktivierung – auch kopfüber entlanglaufen kann.
„Prey“ zählt zu den innovativsten und vom Leveldesign her anspruchsvollsten 3D-Shootern auf dem Spielemarkt und kann ohne Einschränkung empfohlen werden.

geschrieben von: Gerd Frey

Spielbewertung

Grafik: 100 100%
Gameplay: 90 90%
Gesamt: 95 95%