Space-View Gameguide: Peter Jackson's King Kong

Peter Jackson's King Kong

Fakten

Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
USK: 12 Jahre
Veröffentlichung: 17.11.2005
Plattform: PC / Windows

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Review

Peter Jackson, bekannt geworden durch die monumentale Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“, ist ein großer Computerspiele-Fan. So verwundert es kaum, dass er für die Spielvariante seines „King Kong“-Films selbst ein Entwicklungsstudio heraussuchte, dem er die Umsetzung des eindrucksvollen Remakes anvertraute. Seine Wahl fiel auf den erfolgreichen Spiele-Entwickler Michel Ancel, dessen unkonventionelles Action-Adventure „Beyound Good & Evil“ Peter Jackson selbst mit großer Begeisterung gespielt hatte. Sowohl technisch wie spielerisch als auch von der Präsentation der Hintergrundgeschichte her überzeugte Jackson der Titel. Es entwickelte sich eine intensive und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem kreativen Spiele-Entwickler und dem Filmvisionär.
Jackson ermöglichte Ancel weitreichende Einblicke in das Konzeptionsmaterial zu „Peter Jackson’s King Kong“ und stand Ancel auch bei der szenischen Entwicklung des Computerspiels zur Seite. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Schon der Einstieg ins Spielgeschehen ist eindrucksvoll. Man erlebt live, wie die Film-Crew auf der unheimlichen Skull Island strandet. Neben der schicken 3D-Grafik mit simulierten Ozeanwellen, dem Schaukeln des Bootes und der düsteren Insel im Hintergrund trägt auch die Geräuschkulisse viel zum Spielerlebnis bei. So rufen sich die Schiffsleute von Boot zu Boot Informationen zu, während das Rauschen der Ozeanwellen fast jedes andere Geräusch erstickt. Die Landschaften erscheinen seltsam surreal und verstärken den fremdartigen Eindruck der Insel noch.
Das Spiel beinhaltet alle wichtigen Schlüsselszenen der Filmvorlage und erzählt diese spannend und abwechslungsreich nach. Der Spieler übernimmt dabei nicht nur die Rolle des menschlichen Haupthelden Jack Driscoll, sondern darf in einigen Abschnitten auch in den riesigen und kraftstrotzenden Körper King Kongs schlüpfen. Das Spielerlebnis ist dabei ein völlig anderes. Während man als Jack auch schon mal die Beine in die Hand nimmt, um auf der gefahrvollen Inselwelt zu überleben, fegt man als King Kong allein mit seinen riesigen Pranken die meisten Feinde wie lästiges Ungeziefer beiseite, wobei Jack aus der Ego-Perspektive und Kong aus der Third-Person-Perspektive gesteuert wird.
Natürlich sind es auch die vielen Kleinigkeiten, die das Erleben bei einem Computerspiel ausmachen. So werden beispielsweise Grasbüschel niedergedrückt, wenn sich der Spieler durch den Dschungel kämpft. Außerdem bewegt man sich als Jack spürbar langsamer, sobald dieser durch hochstehendes Gras oder Wasserflächen schreitet. Auch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse, wie die diffus durchs Blätterdach des feuchtschwülen Dschungels fächernden Sonnenstrahlen, tragen viel zur Stimmung im Computerspiel bei.
Leider sind die gebotenen Rätsel etwas eintönig (an einigen Stellen muss man z. B. nach einem simplen Stück Holz suchen, um ein Tor öffnen zu können) und werden der sonstigen Präsentation nicht immer gerecht. Doch diese Schwachpunkte stören den Spielablauf kaum, da man nur selten mit langen Sucheinlagen beschäftigt ist und hinter der nächsten Ecke eine weitere Überraschung auf den Spielhelden lauert.
Da „Peter Jackson’s King Kong“ eine Hybridentwicklung für unterschiedliche Hardware-Plattformen (PS2, X-Box, GameCube, PC) ist, müssen PC-Besitzer mit grafischen Einbußen (z. B. schwammigen Texturen) vorlieb nehmen. Durch ein intelligentes Leveldesign, Licht und Nebeleffekte, eine enorme Weitsicht und realistisch anmutende Animationen aller Lebewesen fällt dies allerdings kaum ins Gewicht,
„Peter Jackson’s King Kong“ ist eine rundum gelungene Filmadaption und dürfte Action-Fans und Filmliebhaber gleichermaßen begeistern.

geschrieben von: Gerd Frey

Spielbewertung

Grafik: 80 80%
Gameplay: 90 90%
Gesamt: 85 85%