Space-View Gameguide: Star Wars: Empire at War

Star Wars: Empire at War

Fakten

Entwickler: Petroglyph
Publisher: LucasArts
USK: 12 Jahre
Veröffentlichung: 17.02.2006
Plattform: PC / Windows

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Review

Im „Star Wars“-Universum angesiedelte Computerspiele gibt es zuhauf. Besonders legendär sind die Weltraumgefechtssimulationen „X-Wing“ und „Ti-Fighter“ oder die linear angelegte Rollenspielreihe „Knights of the Old Republic 1 + 2“. Ein gutes Strategiespiel suchte man bisher vergebens. „Star Wars: Empire at War“ versucht diese Lücke zu schließen und wartet mit enormer Abwechslung und einer gehörigen Portion „Star Wars“-Feeling auf.
„Star Wars: Empire at War“ verfügt über drei Spielperspektiven. Da ist zum einen die Galaxiskarte, von der aus man globale Entscheidungen trifft. Hier werden Angriffsziele ausgewählt und die Bewegungen ganzer Flottenverbände koordiniert. Die zweite Spielperspektive ist eine Art Weltraumansicht, in der man 3D-Modelle bekannter „Star Wars“-Raumschiffe, Raumjäger und Raumstationen befehligt und versucht, strategisch wichtige Ziele zu erobern, Verbündete zu befreien oder an militärisch bedeutsame Informationen zu gelangen. Ähnlich wie in den erfolgreichen „Star Trek“-Strategiespielen „Armada 1 + 2“ ist die Spielwelt nicht wirklich dreidimensional. Das Spielgeschehen findet vielmehr auf einer Art zweidimensionaler Ebene statt. Dies erleichtert die Koordination und ermöglicht einen temporeichen Gameablauf. Die dritte Spielperspektive versetzt den Spieler auf die Oberflächen der verschiedensten Planeten und lässt ihn dort seine Kämpfe austragen. Auch hierfür steht ihm das umfangreiche „Star Wars“-Equipment zur Seite, um die zahlreichen Gegner in die Flucht zu schlagen.
„Star Wars: Empire at War“ beinhaltet zwei umfangreiche Hauptkampagnen (Rebellen und Imperium) und einen viel versprechenden Multiplayerpart für viele Stunden Spielvergnügen. Außerdem gibt es drei Spielvarianten: den klassischen Kampagnen-Modus, in dem man einer lockeren Hintergrundgeschichte folgt, einen freien Eroberungsmodus, in dem man die Aufgabe hat, immer größere Bereiche der Galaxiskarte einzunehmen, und einen Schnellgefechtsmodus.
Auf spielerischer Seite lassen sich keine Schwachpunkte ausmachen. Die Entwickler schufen ein ausgewogenes, abwechslungsreiches und spannendes „Star Wars“-Spiel. Allein in Bezug auf die Spielgrafik muss „Empire at War“ Federn lassen. Die 3D-Grafik ist für heutige Ansprüche eher Durchschnitt. Gerade die Komplexität der Polygonmodelle und die Auflösung der verwendeten Texturen lassen noch Wünsche offen. Aber natürlich gibt es auch bei „Empire at War“ viele schicke 3D-Effekte (z. B. beim Durchdringen einer Energiemembrane) zu bewundern.
„Empire at War“ wird sich sicher einen Spitzenplatz unter den Strategie- wie auch den „Star Wars“-Spielen erkämpfen und sollte in keiner gut sortierten Spielesammlung fehlen.

geschrieben von: Gerd Frey

Spielbewertung

Grafik: 80 80%
Gameplay: 90 90%
Gesamt: 85 85%