Space-View Gameguide: X³: Reunion

X³: Reunion

Fakten

Entwickler: Egosoft
Publisher: KochMedia
USK: 12 Jahre
Veröffentlichung: 18.11.2005
Plattform: PC / Windows

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Review

Riesige Asteroidenfelder, farbenfrohe Sternennebel, dunstig verhüllte Planeten, eindrucksvolle Raumstationen und majestätische Gasriesen bilden den opulenten grafischen Hintergrund des dritten Teils der wohl innovativsten Computerspiele-Space-Opera. Riesig war das X-Universum schon immer. Auch im ersten Teil („X: Beyond The Frontier“, 1999) konnte man mit Hilfe von Sprungtoren zu einer Vielzahl von Sonnensystemen reisen, neue Welten entdecken, Handel treiben, sich für Kurieraufträge anheuern lassen oder aber auch Piraten jagen.
Damals eine grafische Revolution, wirkt der erste Teil heutzutage sichtlich in die Jahre gekommen. Die 3D-Modelle sind klobig und kaum texturiert, und die Weltraumhintergründe erscheinen bonbonfarben und pixeln beim Heranzoomen auf. Der zweite Teil sah da schon deutlich besser aus. Gerade Raumschiffe und Raumstationen wirkten wesentlich realistischer. Dem dritten Teil gelingt nun noch einmal ein deutlicher Qualitätssprung nach vorn. Besonders das Weltraumpanorama macht aktuellen Filmproduktionen mächtig Konkurrenz. Erstmals hat der Spieler wirklich den Eindruck, sich durch endlose kosmische Weiten zu bewegen. So sind die Raumstationen äußerst komplexe 3D-Modelle aus Tausenden von Polygonen. Die Oberflächen sämtlicher 3D-Objekte wirken durch plastische Strukturen und natürlich wirkende Glanz-, Spiegel-, und Blend-Effekte besonders authentisch. Möglich wurde dieser Realismus unter anderem durch die Mitarbeit von über 60 am Projekt beteiligten Grafikern.
Doch nicht nur im Bereich Grafik weist „X3“ deutliche Verbesserungen auf, auch spielerisch hat sich einiges getan. Viele Fans der Serie fanden den Spieleinstieg in „X1/2“ etwas zu zäh. Außerdem wünschten sich viele X-Piloten eine umfangreichere Hintergrundgeschichte, stärkere Betonung der Action-Elemente und eine übersichtlichere und auch mit der Maus zu bedienende Steuerung. All diese Punkte wurden in „X3“ berücksichtigt.
Um den Spieleinstieg zu erleichtern und dennoch alle individuellen Vorlieben eines jeden Spielers zu berücksichtigen, stehen jetzt verschiedene Startpositionen für den Spieleinstieg zur Auswahl, die den Spieler entweder fast mittellos und nur mit einem kümmerlichen Raumschiff ausgestattet in die unendlichen Weiten entlassen, oder aber man startet das Spiel mit einem ansehnlichen Finanzpolster. Optionale Spielaufgaben erweitern den klassischen Spielablauf im X-Universum um völlig neue Elemente, die sonst eher in Abenteuerspielen Verwendung finden. So ist es möglich, halsbrecherische Wettrennen durch Asteroidenfelder durchzuführen oder Rettungsmissionen anzunehmen. Hier erinnert „X3“ an Abenteuerspiele wie „Freelancer“ oder „Scrapland“. Der Spieler kann selbst entscheiden, welchen Neigungen er nachgeht und ob er lieber Weltraumgefechte besteht, zum cleveren Händler aufsteigt oder gewaltige Raumstationen errichtet.
In der Hauptgeschichte von „X3“ geht es diesmal um einen mächtigen Piratenclan, der für viel Unruhe in den Sektoren sorgt. Der Spieler schlüpft dabei in die Haut von Julian Brennan und stellt sich den finsteren Piraten entgegen. Im weiteren Spielverlauf geht es um ein mächtiges Artefakt der Großen Alten und um ein seltsames fremdes Raumschiff, das über eine perfekte Tarnvorrichtung zu verfügen scheint. Hat man jedoch mehr Lust auf ein freies Spiel, kann man die Haupthandlung für beliebig lange Zeit einfach ruhen lassen und die unzähligen Sternensysteme des X-Universums erkunden. Es gibt vieles zu entdecken!

geschrieben von: Gerd Frey

Spielbewertung

Grafik: 100 100%
Gameplay: 90 90%
Gesamt: 95 95%