Die ultimative „Star Trek“-Erfahrung

„Star Trek Online“ geht an den Start

Dem neuen virtuellen „Star Trek“-Universum liegt eine große Idee zugrunde: Die ultimative „Star Trek“-Erfahrung soll es werden, kündigte Jack Emmert, Chefkreativer der Cryptic Studios an. Dafür hat sich das Team von Cryptic auch mit der Vorbereitung ganz schön ins Zeug gelegt: Weil das MMORPG (Massive Multiplayer Online Role Playing Game) rund 30 Jahre nach „Star Trek – Nemesis“ spielt, haben die Autoren für diese Zeit eine vorbereitende Geschichte geschrieben.

Authentizität ist ein großes Thema, darum hat der Spieleentwickler Spock und Spock – Zachary Quinto und Leonard Nimoy – als Sprecher verpflichtet. Quinto wird seine Stimme einem Hologramm leihen, das die Spieler durch das Game geleitet und ihnen Hilfestellung gibt. Er freut sich über seine ungewohnte Rolle: „Ein Teil des ,Star Trek‘-Universums zu sein war eine unglaubliche Erfahrung für mich. Diese Erfahrung jetzt auch im Gaming-Universum machen zu können – und sie mit Spielern und Trekkies auf der ganzen Welt zu teilen – macht es noch spannender und aufregender.“ Über Nimoys Rolle ist noch nicht viel bekannt, aber auch er als „Star Trek“-Urgestein freut sich, dass er jetzt auch virtuell dabei ist. „In diesem Spiel lebt die Essenz von ,Star Trek‘: die Erforschung und das Abenteuer. Es gefällt mir, dass eine ganz neue Generation von Fans im ,Star Trek‘-Universum neue Grenzen entdecken kann.“ Da das Spiel in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln erscheint, hören auch unsere teutonischen Spieler die Originalstimmen. Wie umfangreich Nimoys Sprechrolle sein wird, müssen die Spieler wohl selbst herausfinden, wenn sie als Sternenflottenoffiziere oder Klingonen auf ihre ersten Missionen gehen.

„Star Trek Online“ wurde von den Cryptic Studios aus Los Gatos, Kalifornien, entwickelt, die zum Publisher Atari (in Deutschland inzwischen NamcoBandai) gehören. Das Spiel hatte mit erheblichen Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen. Der ursprüngliche Entwickler Perpetual Entertainment ging im Januar 2008 endgültig Pleite und verkaufte seine Lizenz an die damals noch unabhängige Spieleschmiede Cryptic. Dadurch verzögerte sich auch der Starttermin – ursprünglich sollte das Online-Spiel ab Anfang 2009 verfügbar sein. Das Game muss sehr hohen Erwartungen gerecht werden und wird sowohl von den Spielern als auch von den Trekkies heiß erwartet. Bereits die Ankündigung, dass Cryptic Star Trek Online weiterentwickelt, brachte dem Studio nach einer Leserabstimmung der Webseite MMORPG.com den Publikumspreis als wichtigste Newsstory 2008 ein.

Die Prämisse des Spiels war es, den Spielern größtmögliche Freiheit bei der Auswahl ihrer Charaktere zu lassen. Menschen und Klingonen sind durch einen Konflikt zwischen den Völkern 30 Jahre nach „Star Trek – Nemesis“ also Programm, es sollen aber andere Völker und Mischformen möglich sein. Die Crew soll jeder Spieler selbst rekrutieren und ausbilden und dann sowohl Raumschlachten als auch Mann-gegen-Mann-Kämpfe gegen andere Spieler bestreiten können.
Selbst bei den Schiffen solle es ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit geben, was nicht ganz unumstritten ist. Einige Spieler fürchten nämlich, dass durch zu viel Kreativität entstandene fliegende Mülltonnen ihnen das Spielvergnügen verderben könnten. Schließlich spielt man bei einem MMORPG nicht allein vor sich hin.
Andere Fraktionen oder Storys als Föderation oder Klingonen sollen später als Add-ons folgen. Sehr interessant, wenn man die Vorgeschichte beachtet. Dort kommen zum Beispiel auch Gorn und Nausicaaner vor, mit denen die Klingonen Krieg führen. Laut Entwickler Greg Zinkievich sollen dafür Patches angeboten werden, wenn die Spieler es sich wünschen.

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