Space-View: Leseprobe 2 der aktuellen Ausgabe

Die neue, verbesserte Audrey Parker

Die zweite Staffel von "Haven"

In der zweiten Staffel der Stephen-King-Verfilmung hat sich für die ehemalige FBI-Agentin Audrey Parker (Emily Rose) einiges verändert. Season 1 (siehe SpaceView 4/10) endete mit einem Cliffhanger – Audrey stand plötzlich einer anderen FBI-Agentin (Kathleen Munroe) gegenüber, die ebenfalls behauptete, Audrey Parker zu sein. Und die beiden stellen fest, dass sie dieselben Erinnerungen besitzen. Wer ist also die echte Audrey Parker?

Zusätzlich zu dem ersten Schock erfährt Audrey etwas Schockierendes über die Frau, die sie für ihre Mutter hielt. Lucy Ripley, die ihr täuschend ähnlich sieht, war auf einem Titelbild des Haven Herald aus dem Jahr 1984 abgebildet – am Fundort der Leiche des sogenannten Colorado Kids. Audrey sieht nicht nur so aus wie Lucy – vielleicht ist sie Lucy. Der Schlüssel für Audreys Herkunft liegt also in Haven.

Spotlight auf die Hauptcharaktere
Für Audrey hat die Begegnung mit ihrem Alter Ego, das die Autoren „Fraudrey“ nennen, zur Folge, dass sie nicht mehr weiß, wer sie eigentlich ist. Ist sie wirklich Audrey oder nur eine leere Hülle mit Audreys Erinnerungen, oder ist sie Lucy Ripley? Hauptdarstellerin Emily Rose beschreibt Audreys Gefühle als ein Ringen um die Realität. Die beginnt für die ehemalige Agentin mit ihrer Ankunft in Haven, weil sie die Ereignisse in dieser Zeitspanne mit Sicherheit selbst erlebt hat. Audrey stürzt sich in die Arbeit, weil es das Einzige ist, das ihr Sicherheit gibt – wenn man die in Haven auftretenden, merkwürdigen Ereignisse bedenkt, ist das geradezu paradox.
Audrey versucht, die Dinge anders anzugehen. Sie lässt sich zum Beispiel auf eine Beziehung mit Chris Brody (Jason Priestley) ein. Audrey hat nämlich gesehen, dass Fraudrey ein Privatleben und einen Verlobten hat. Sie probiert nun aus, ob die Sache mit Chris funktionieren kann.
Im Laufe der Staffel wird Audrey viel tougher und hält sich nicht mehr streng an die Vorschriften. Sie zeigt sich von ihrer dunklen Seite. Auf der Suche nach ihrer Herkunft kommt sie mit Nates Hilfe einen großen Schritt weiter und findet sogar Lucy Ripley.

Audreys Partner Nate hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Es stellt sich heraus, dass Chief Wournos nicht sein Vater ist und eine besondere Fähigkeit besitzt. Dann kommt er ums Leben. Für Nathan bleiben viele Fragen unbeantwortet. Er wird der Nachfolger seines Vaters, muss mit seiner Trauer umgehen und lernen, schwere Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig bekommt er es mit einer Gruppe von Leuten um Reverend Ed Driscoll (Stephen McHattie) zu tun, die den neuen Chief aus dem Amt drängen wollen. Außerdem wird Nathans Beziehung zu Audrey enger, letztlich offenbart er ihr sogar seine Gefühle.

Auch Duke (Eric Balfour) ist in der zweiten Staffel auf der Suche: Nachdem ihm seine ehemalige Babysitterin in der Folge „Der Feuerteufel“ vorhergesagt hat, dass ihn ein maskierter Mann mit einem bestimmten Tattoo umbringen wird, setzt Duke alles daran, etwas über dieses merkwürdige Zeichen herauszufinden. Dafür verbündet er sich zu Audreys Entsetzen sogar mit dem Reverend. Zwischen ihm und Audrey fliegen weniger Funken. Das hat auch mit dem Auftauchen von Evidence „Evi“ Ryan (Vinessa Antoine) zu tun – sie ist Dukes Exfrau.

Neue Gesichter und hochkarätige Gäste
Evi Ryan versucht, sich mit Nachdruck wieder in Dukes Leben zu drängen. Sie ist eine Betrügerin und hat – wie wir noch erfahren werden – einen besonderen Grund, warum sie ihm nach Haven gefolgt ist.
Auch Chris Brody (Jason Priestley) sorgt für Verwirrungen. Der eher menschenfeindliche Biologe ist der Sohn des sehr beliebten Bürgermeisters von Haven. Als sein Vater bei einem Unfall umkommt, geht diese übernatürlich verursachte Beliebtheit auf Chris über. Audrey ist die Einzige, die ihm nicht sofort zu Füßen liegt. Diese Gabe ist der Grund, warum Duke und Nate kein Problem damit haben, als Chris und Audrey eine Beziehung beginnen.
Mit Reverend Ed Driscoll gibt es erstmals einen großen Gegenspieler in Haven. Seine faschistische Einstellung gegenüber Menschen, die von übernatürlichen Phänomenen geplagt werden, verursacht Probleme – immerhin ist der Geistliche eine Führungspersönlichkeit der Gemeinde.
Dwight Hendrickson (Adam Copeland) kommt als alter Verbündeter von Nates Vater ins Spiel. Er hilft Leuten mit ihren durch Phänomene verursachten Problemen. Copeland ist in Kanada ein bekannter Wrestler, der unter dem Namen Edge antritt.
In einer Folge sind außerdem Christian de la Fuente („CSI: Miami“, „Private Practice“) und Tahmoh Penikett („Battlestar Galactica“, „Dollhouse“) zu sehen.

Den kompletten Artikel und weitere Artikel zu "Haven" lest ihr in der aktuellen SpaceView 4/11.