Zum 14. Mal veranstaltet die Stadt Erlangen vom 3. bis 6. Juni 2010 den Internationalen Comic-Salon, das größte und wichtigste Festival rund um die grafische Literatur im deutschsprachigen Raum.
Ein Vierteljahrhundert Comic-Geschichte hat der Erlanger Salon mitgeschrieben und damit einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass das Massenmedium Comic längst als Kunstform anerkannt ist. Ziel des Erlanger Salons ist es, Kunst und Kommerz, Mainstream und Avantgarde in einer alle Facetten der „Neunten Kunst“ widerspiegelnden Veranstaltung zusammenzuführen. Rund 25.000 Besucher werden erwartet.
Im Zentrum des Internationalen Comic-Salons Erlangen steht die Messe im Kongresszentrum Heinrich-Lades-Halle. Rund 150 Aussteller – deutsche und internationale Verlage, Agenturen, der Comic-Handel und – im Jungen Forum – Comic-Klassen der Hochschulen präsentieren hier ihr Programm. Zahlreiche Neuerscheinungen werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, über 300 Künstlern aus aller Welt kann beim Zeichnen und Signieren ihrer Bücher über die Schulter gesehen werden. Lange Schlangen bei den Signierstunden haben in Erlangen Tradition.
Wesentliches Merkmal des Internationalen Comic-Salons Erlangen sind die zahlreichen Ausstellungen im gesamten Stadtgebiet – Einzelschauen internationaler Comic-Stars ebenso wie Einblicke in die deutschsprachige Szene, den Comic-Nachwuchs, Themenausstellungen zu Comic und Neue Medien, Computer-Animation und Film. Künstlern wie François Schuiten, Lorenzo Mattotti, Moebius, Alex Barbier, Will Eisner, Don Lawrence, Art Spiegelman, François Bourgeon, Joost Swarte, Nie Chongrui, Benjamin, Christophe Blain, Gipi, Hendrik Dorgathen, Reinhard Kleist, Thomas Ott, Ulf K. und Ralf König waren in den letzten Jahren Ausstellungen gewidmet.
Der von Bulls Press, Frankfurt a. M., gestiftete Max und Moritz-Preis ist die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum. Er wird von einer unabhängigen Fachjury in verschiedenen Kategorien vergeben und hat in der Vergangenheit wesentlich zur Anerkennung der Comic-Kunst im deutschsprachigen Raum beigetragen. Mit der Verleihung wird die Arbeit herausragender Künstler gewürdigt, verdienstvolle Verlagsarbeit bestärkt und die Auseinandersetzung über grafische Literatur intensiviert. Die Max und Moritz-Gala im Erlanger Markgrafentheater (Freitag, 4. Juni 2010, 21:00 Uhr) ist der Höhepunkt des Salons.
Das Rahmenprogramm des Internationalen Comic-Salons umfasst außerdem Vorträge, Diskussionen und Gespräche mit Zeichnern, Autoren, Journalisten und Verlegern, Comic-Lesungen, Zeichenwettbewerbe, Workshops, Cosplays und am Familien-Sonntag (6. Juni 2010) zahlreiche Aktionen für Kinder, Jugendliche und Familien bei reduzierten Eintrittspreisen. Beim „Comic Film Fest“ in den Erlanger Kinos sind neben aktuellen Comic-Verfilmungen alle Formen des Animationsfilms zu sehen – von der Klassikrolle über aktuelle Animes bis zur Trickfilm-Avantgarde.
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