Star Trek: Deep Space Nine

Fakten

Star Trek: Deep Space Nine
OT: Star Trek: Deep Space Nine
USA, 1993 bis 1999

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.: DVD-Box: Season 1 (7 DVDs)
.: DVD-Box: Season 2 (7 DVDs)
.: DVD-Box: Season 3 (7 DVDs)
.: DVD-Box: Season 4 (7 DVDs)
.: DVD-Box: Season 5 (7 DVDs)
.: DVD-Box: Season 6 (7 DVDs)
.: DVD-Box: Season 7 (7 DVDs)

Genre

.: Science Fiction

Vorstellung

Die Idee


Daß “Star Trek: Deep Space Nine” eine andere Art von “Star Trek”-Serie werden sollte, als das, was man bis dahin zu sehen bekommen hatte, war schon in dem Augenblick klar gewesen, als bekannt wurde, daß der Mittelpunkt der Handlung eine Raumstation sein sollte, nicht mehr das vertraute Raumschiff. Daß aber etwas so grundlegend anderes entstehen würde, damit hatten wohl nicht einmal die Produzenten gerechnet, als die Serie 1993 an den Start ging. Zwar gab es vor allem bei “The Next Generation” eine kontinuierliche, wenn auch mäßige Weiterentwicklung der Figuren, doch die Hauptpersonen konnten Woche für Woche alles hinter sich lassen, was sie gerade eben erlebt hatten. Das sollte bei “Deep Space Nine” nicht so sein: Zum ersten Mal wurden die Charaktere (und damit die Zuschauer) dauerhaft mit einer Situation konfrontiert, der sie sich nicht entziehen konnten.

Die Religion
Ein Aspekt, der vor “Deep Space Nine” nie eine maßgebliche Rolle gespielt hatte, war die Religion. Wurde in den Tagen der Classic-Serie schon mal über Gott als den Schöpfer spekuliert (insbesondere im ersten Kinofilm), ging man in “The Next Generation” in die entgegengesetzte Richtung und setzte in “Der Gott der Mintakaner” Religion sogar mit Aberglauben gleich, der einem wissenschaftlichen Verständnis im Wege stehen kann. Nicht so bei “Deep Space Nine”. Vom Pilotfilm an spielte die bajoranische Religion eine zentrale Rolle, da sich immer wieder alles um Bajor, die Propheten und Sisko drehte. Während die Protagonisten früherer Zeiten so aufgeklärte Geister waren, daß sie einen Glauben im religiösen Sinne ablehnten, ging man mit Sisko genau den umgekehrten Weg.

Der Krieg
Eine Entwicklung, die zum Start der Serie nicht absehbar war, die sich aber für viele “Star Trek”-Fans zum Problem entwickeln sollte, war der deutlich militaristische Aspekt von “Deep Space Nine”.
Zwar hatten die Produzenten Rick Berman und Michael Piller von Anfang an erklärt, diese dritte Serie düsterer zu gestalten als alles bisher Dagewesene, doch der Krieg – der zu Beginn auch nicht Bestandteil des Konzepts war – brachte “Deep Space Nine” in eine Richtung, die eine Zeitlang durchaus den Eindruck erweckte, das Roddenberrysche Universum in seinen Grundfesten zu erschüttern und das Weltbild in “Star Trek” dauerhaft zu verändern. Daß diese Befürchtungen unbegründet waren, sollte sich erst am Ende der sieben Jahre zeigen, als die Föderation schließlich doch das Dominion besiegte. Auf dem Weg dorthin wurden aber die Schrecken des Krieges immer wieder in die Handlung einbezogen, mal weniger, mal mehr – vor allem, als der Ferengi Nog in “Die Belagerung von AR-558” in einer Schlacht gegen das Dominion ein Bein verlor.

Die Handlung
Als Commander Benjamin Sisko zum ersten Mal auf die Station Deep Space Nine kommt, ahnt er nicht, auf was er sich einläßt. Was sich ihm bot, war eine von den Cardassianern weitestgehend unbrauchbar gemachte Raumstation im Orbit um einen ebenfalls von den Cardassianern während der jahrelangen Besatzungszeit geplünderten Planeten mit Namen Bajor. Erst als zufällig ein Wurmloch entdeckt wird, das in den Gamma-Quadranten führt, erkennt Sisko die Bedeutung der Station – für Bajor und für den gesamten Quadranten. Deep Space Nine könnte ein wichtiges Zentrum für den Handel mit einem Tausende von Lichtjahren entfernten Quadranten und zugleich eine erste Anlaufstelle für neue, unbekannte Spezies werden. Daß es gar nicht einmal solange dauern sollte, ehe die Station zu etwas ganz anderem wurde, nämlich zu einem strategisch wichtigen und damit heiß umkämpften Standort im später ausbrechenden Krieg, war eine überraschende Wendung. Der Krieg zwischen Föderation und Dominion bahnt sich ganz langsam an, und sogar als er ausgebrochen ist, verläuft er über viele Episoden hinweg immer wieder im Hintergrund. Erst mit Beginn der sechsten Staffel bricht er in vollem Umfang aus und zieht sich bis zur letzten Episode durch – wo er dann leider ein wenig unspektakulär endet.

Die Hauptpersonen
Innerhalb dieses übergeordneten Handlungsbogens erzählt die Serie viele Einzelschicksale, die sich nicht ausschließlich auf die Hauptcharaktere beschränken. Die größte Wandlung macht unbestritten Benjamin Sisko durch. Ganz zu Beginn erkennen die Bajoraner in ihm den Gesandten der Propheten, jener Wesen, die im Wurmloch leben. Sisko steht dem Glauben zu dieser Zeit in einer Weise gegenüber, die man nicht einmal als skeptisch bezeichnen möchte. Er lehnt es im Grunde rundweg ab, überhaupt die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, daß die Wurmlochwesen so etwas wie Propheten sein könnten. Es vergeht eine ganze Weile, bis er sich schließlich mit dem Gedanken, wirklich der Gesandte zu sein angefreundet hat: Sisko reklamiert den Titel erstmals für sich, nachdem er ihn an einen Bajoraner abgetreten hat, dessen Interpretationen der Worte der Propheten Bajors Entwicklung um Jahrhunderte zurückzufallen lassen drohen. Später veranlaßt eine Vision Sisko dazu, in die Vertragsunterzeichnung zum Beitritt Bajors in die Föderation zu platzen und den Beitritt zu verhindern. Die Sternenflotte ist über diese Entwicklung überhaupt nicht glücklich, hat aber wenig Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Sisko von seinem Posten abzuberufen, würde alle Bajoraner vor den Kopf stoßen.
Wie sehr Sisko zwischen den Stühlen sitzt, wird klar, als Admiral Ross ihn vor die Wahl stellt, auf “seine” Propheten zu hören oder an Bord der Defiant zu gehen. Sisko mißachtet eine wie üblich verschlüsselte Warnung der Propheten und entscheidet sich für die Defiant – mit der Folge, daß das Wurmloch zusammenbricht
Im Verlauf der siebten Staffel macht Sisko eine Entdeckung, die überraschender nicht hätte sein können. Seine Mutter, die früh starb, gehört in Wirklichkeit zu den nicht linear existierenden Propheten, womit der Grundstein für seine Bestimmung schon vor seiner Geburt gelegt wurde und er sich ihr ohnehin nicht entziehen kann.
Daß Sisko trotz seines höheren Auftrags nicht unfehlbar ist, zeigt sich gegen Ende der Serie, als er abermals eine Warnung der Propheten ignoriert und seine langjährige Freundin Kasidy Yates heiratet. Obwohl er weiß, daß die Propheten sich dagegen aussprechen, unternimmt er diesen Schritt – mit der Folge, daß er im Kampf mit Gul Dukat in die Tiefe stürzt und sich bei den Propheten wiederfindet und die werdende Mutter Kasidy allein zurückbleibt.
Ohne zu stark kritisieren zu wollen, muß man den Autoren und Produzenten in diesem Punkt inkonsequentes Handeln vorwerfen. Wenn Sisko doch so überzeugt ist von allem, was die Propheten ihm mitteilen, dann macht es keinen rechten Sinn, daß er sich so widersinnig verhält. Sicher, man kann nachvollziehen, daß er sein persönliches Glück in Gefahr sieht, wenn er sich den Propheten unterwirft – aber war es nicht seither die besondere Art der “Star Trek”-Charaktere, daß sie ihre persönlichen Interessen zurückstellten? Schließlich konnte Sisko nicht wissen, welches Unglück er heraufbeschwören würde. Sollen wir wirklich glauben, daß er für seine Liebe zu Kasidy in Kauf nimmt, daß beispielsweise die Föderation doch noch unterliegt?
Von dieser nicht wirklich glaubwürdigen Entwicklung bei Sisko einmal abgesehen, war er aber nicht der einzige, der im Verlauf der Serie einen Richtungswechsel um 180 Grad einschlägt.
Ähnlich dramatisch verläuft auch der Handlungsbogen für Kira Nerys, der zum Schluß sogar noch eine ironische Wendung nimmt. Sie beginnt als Erster Offizier auf Deep Space Nine und Verbindungsoffizier zwischen Sisko und Bajor; aus ihrer Vergangenheit macht sie keinen Hehl: Sie kämpfte im Untergrund gegen die Cardassianer, die ihre Welt und ihr Volk unterdrückt haben. Die Ironie ihrer Geschichte liegt darin, daß sie am Ende ausgerechnet die Cardassianer darin unterrichtet, wie man im Untergrund kämpft, damit die sich gegen das Dominion erheben können.
Als die Handlung um die Raumstation, die Streitereien zwischen Cardassianern und Bajoranern, ins Stocken zu kommen scheint, war es ein kluger Schachzug der Produzenten, eine neue aber altbekannte und beliebte Figur ins Spiel zu bringen - Worf. Als Vermittler zwischen Föderation und eigenem Volk fühlt sich der Klingone auf der Station zunächst äußerst unwohl, integriert sich dann aber (unter anderem wegen seiner Liebe zu Jadzia Dax) perfekt ins Team.
Dr. Julian Bashir kommt als regelrechter Grünschnabel auf die Station, naiv und abenteuerlustig. Er erlebt aus erster Hand, was es bedeutet, an der letzten Grenze zu arbeiten. Neben der Entdeckung seiner genetisch verbesserten DNA ist es vor allem der Krieg, der seinen Charakter auf glaubwürdige Weise reifen läßt. Die langsam wachsende Freundschaft zu Miles O’Brian wirkt oft etwas übertrieben klischeehaft, sorgt aber immer wieder für gute Unterhaltung. Das ironischste Element in Julians Entwicklung ist fraglos seine nicht erwiderte Liebe zu Jadzia Dax. Ausgerechnet ihre Nachfolgerin Ezri Dax ist dann diejenige, die sich in Bashir verliebt (und er sich in sie), so daß er zum Schluß doch noch seine Dax bekommt.
Zwischen allen Stühlen sitzt auch Odo, der Gestaltwandler. Zunächst weiß er nichts über seine Herkunft und nimmt im Ensemble der Charaktere eine ähnliche Rolle ein wie vor ihm Spock und Data. Als er dann schließlich weiß, wo er herkommt, will er mit seinem Volk nichts zu tun haben, handelt es sich dabei doch um die Gründer, die das Dominion bilden, zahlreiche Spezies im Gamma-Quadranten unterdrücken und schließlich auch gegen die Föderation im Alpha-Quadranten vorgehen. Odos Außenseiterrolle verstärkt sich, als er zum ersten Gestaltwandler wird, der einen anderen Gestaltwandler tötet – was ihm die Verachtung und Bestrafung seines eigenen Volks einbringt. Erst ganz zum Schluß sieht er ein, daß er mit allem, was er von seinen Freunden auf Deep Space Nine gelernt hat, zu seinem Volk zurückkehren muß, um den Gründern zu zeigen, daß die Föderation eine eigentlich friedliche Organisation ist und den Gestaltwandlern nicht schaden will.
Dieser Entschluß hat jedoch einen hohen Preis für Odo, denn er muß Kira Nerys zurücklassen, die er lange Zeit heimlich verehrt hat, bevor sie endlich versteht, daß er in ihr nicht nur eine Freundin, sondern seine Liebe sieht. Die Entwicklung von jahrelanger Freundschaft hin zu einem Liebespaar ist zwar eine Sache, die der ansonsten recht düsteren Serie eine erfreuliche Seite beschert hat und das Fan-Herz höher schlagen ließ, aber man muß sich rückblickend die Frage stellen, ob sie wirklich glaubwürdig war.

Wiederkehrende Nebendarsteller
Aber es sind nicht nur die Hauptcharaktere, die eine Wandlung durchleben. Eine der drastischsten Entwicklungen betrifft zweifellos Gul Dukat. Dem Präfekten Dukat wurde zunächst die Raumstation Terok Nor alias Deep Space Nine abgenommen, später wurde ihm sein Titel aberkannt, nachdem sich herausstellte, daß er eine uneheliche Tochter von einer Bajoranerin hat. Als er dann wenig später die Übergangsregierung von Cardassia vor den Klingonen rettet, befindet sich sein Stern wieder im Aufstieg und befördert ihn schließlich in den Größenwahn, da er glaubt, mit dem Dominion das cardassianische Volk wieder zu altem Ruhm zu führen. Der Tod seiner unehelichen Tochter löst einen Nervenzusammenbruch aus und läßt Dukat wahnsinnig werden. Er wendet sich den Pah-Geistern – dem Gegenstück der Propheten – zu und setzt alles daran, um Sisko zu vernichten. Um das zu erreichen, läßt er sich sogar zu einem Bajoraner umoperieren, damit er Kai Winn dazu bringen kann, sich von den Propheten ab- und den Pah-Geistern zuzuwenden. Daß er in den Flammen endet (jedenfalls kann man das annehmen – andererseits stürzt Sisko in dieselben Flammen, wechselt aber zu den Propheten über), ist da nur ein gerechtes und konsequentes Ende.
Gleichermaßen unerfreulich endet es für Kai Winn, deren gesamter Handlungsbogen von Intrigen geprägt ist, um immer mehr Macht zu erlangen. Daß sie schließlich zu hoch greift und sich an den Pah-Geistern sprichwörtlich die Finger verbrennt, war dann die überraschende Wendung, nachdem ihr Wunsch der Kontrolle stets zu ihrer Zufriedenheit ausgefallen waren.
Nicht zu verachten ist aber auch Quarks Bruder. Anfangs scheint er nicht mehr zu sein als ein Tollpatsch, der in Quarks Bar arbeitet, doch nach und nach stellt sich heraus, daß er technisch äußerst versiert ist, was ihm schließlich einen Posten im Wartungsteam auf Deep Space Nine einbringt und ihm hilft, sich dem Einfluß seines Bruders zu entziehen. Die größte Überraschung behielten sich die Autoren bis zum Schluß vor, indem sie ausgerechnet Rom zum neuen Großen Nagus machten.
Zu den bemerkenswerten wiederkehrenden Charakteren ist auch Garak zu rechnen, der cardassianische Schneider an Bord von Deep Space Nine, der es liebte, Bashir Andeutungen und Halbwahrheiten zu präsentieren, um dessen Interesse zu wecken. Garak blieb vom ersten bis zum letzten Augenblick undurchsichtig, und – da verdienen die Autoren und Produzenten ein großes Lob – völlig egal, in welche Situation Garak manövriert wurde: Als Zuschauer wußte man nie, auf wessen Seite er letzten Endes stand. Mal scheute er nicht davor zurück, Odo zu foltern, um alles über das Dominion zu erfahren, dann wieder handelte er zugunsten der Föderation, obwohl er gute Chancen hatte, rehabilitiert zu werden und auf seine Heimatwelt zurückkehren zu können.

Die Vernachlässigung von Charakteren
Die große Anzahl an Nebenfiguren hat aber – insbesondere wegen des Ensemblecharakters und der zahlreichen über- und untergeordneten Handlungsbögen – auch Nachteile. So bleiben einzelne Figuren doch immer wieder auf der Strecke, darunter der Ferengi Quark, der in seiner Rolle als Barkeeper auf Deep Space Nine zwar mit jedem Jahr menschlichere Züge annahm und sich wider seinen Willen von der typischen Ferengi-Art entfernte, dem aber in den meisten Fällen wenig mehr zugedacht war als die eine oder andere amüsante Bemerkung.
Auf Kosten des Ensembles ging dann zudem noch der Ausstieg von Terry Farrell als Jadzia Dax und ihre Nachfolge durch Nicole deBoer als Ezri Dax. Obwohl die Serie sich bereits in ihrem letzten Jahr befand, wurde ein Großteil der Episoden dafür verwendet, Ezri in das Ensemble zu integrieren. Das war unbestritten interessant, zumal Ezri innerhalb dieser Episoden einen erheblichen Wandel durchmachte, aber letztlich wurden die ursprünglichen Charaktere zu Randfiguren degradiert.

Aus den Augen verloren
Insgesamt muß man sagen, daß die meisten Figuren im Verlauf der sieben Jahre eine unübersehbare Wandlung durchlebt haben, nicht immer zum Guten, aber oftmals in eine unerwartete Richtung. Daß die Charaktere auch nach sieben Jahren nichts an Wirkung verloren haben, zählt eindeutig zu den Pluspunkten der Serie, doch gab es auch negative Entwicklungen, die weniger mit den gerne behaupteten Verstößen gegen die Roddenberryschen Prinzipien zu tun haben. Vielmehr geht es um Dinge, die die Produzenten aus den Augen verloren haben – zum Teil, weil sie es so wollten, zum Teil, weil es wohl wirklich in Vergessenheit geriet.
Gleich mehrfach spielen die Jem’Hadar hier eine Rolle. In “Die Abtrünnigen” werden Jem’Hadar vorgestellt, die sich vom Dominion losgesprochen und mit Hilfe eines Portals der Iconianer versuchen, eigene Wege zu gehen. Diese Gruppe wird zwar radikal ausgelöscht, aber sollten es denn wirklich nur diese paar Jem’Hadar sein, die einen Aufstand wagen? Würde nicht normalerweise der Gedanke, sich in eine andere Richtung zu bewegen, auch von einigen bislang linientreuen Jem’Hadar aufgegriffen?
Auch die Gruppe, die in “Der hippokratische Eid” auf einem Planeten festsitzt, gerät in der Folge gänzlich in Vergessenheit, ebenso wie der Streit zwischen den Alpha-Jem’Hadar und den Gamma-Jem’Hadar, als in “Das winzige Raumschiff” erstere glauben, die bessere Züchtung ihrer Rasse zu sein. Diese internen Streitigkeiten hätten es sein können, die das Dominion letztlich zerrissen und der Niederlage preisgegeben hätten. Das wäre eine deutlich interessantere Wendung gewesen als das vergleichsweise unspektakuläre Ende, das die Serie nunmehr erhalten hat.
Den Maquis “mal eben” durch das Dominion auslöschen zu lassen, war mehr eine Lösung aus Bequemlichkeit, weniger eine wirklich originelle Idee.
Daß es auch besser geht, wurde mit der Einführung der Breen bewiesen, jener mysteriösen Spezies, die sich plötzlich auf die Seite des Dominion schlägt und für die Föderation eine echte Gefahr darstellt. Es war gut, keinen von ihnen ohne den Helm zu zeigen, der den ganzen Kopf bedeckt. Zu kritisieren ist allerdings, daß allzu schnell die Struktur des Dominion gelöst wurde und die Gründer als diejenigen zu zeigen, die hinter allem stecken. Damit wurde dem Gegner zu früh ein Gesicht gegeben, jeglicher mysteriöse Aspekt war damit verschenkt worden.

Fazit
Negatives in dieser oder ähnlicher Art gab es auch in den anderen “Star Trek”-Serien, dennoch wiegt es nie schwerer als die positiven Seiten (auch wenn manche “Voyager”-Kritiker das gerade bei dieser Serie zu sehen glauben). Wenn die Produzenten weiterhin daran arbeiten, stimmige Charaktere und passende Geschichten zu entwickeln, dann dürfte das auch in Zukunft nicht passieren. Allerdings bleibt nun abzuwarten, ob es noch einmal einer “Star Trek”-Serie gelingen wird, so viele verschiedene Gesichter zu zeigen und dabei so zu faszinieren wie es bei “Deep Space Nine” der Fall gewesen ist. Wir werden (hoffentlich bald) erfahren, welchen Weg die Produzenten einschlagen werden.

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