Originaltitel: Graduation, 1999
Science Fiction
Der Tag der Graduierung von der Highschool naht, als die Gang feststellt, dass einige von ihnen unter Beobachtung durch das FBI stehen. Das zwingt sie alle, ihre Zukunftspläne noch einmal zu überdenken, da für die meisten von ihnen ein normales Leben nicht in Frage kommt. Zudem entwickeln sich Liz’ Kräfte weiter und sie hat Visionen, in denen sie sieht, wie sie alle sterben. Nach einer turbulenten Graduierung ist den Aliens und ihren Freunden eines klar: Sie können nicht länger in Roswell bleiben.
Jason Katims und Ronald Moore hatten die Abschlussfolge eigentlich als 90-Minüter angelegt und auch so gefilmt, doch UPN wollte der Serie nicht mehr Platz im Finale einräumen, sodass die Handlung auf 45 Minuten komprimiert werden musste (damit ergäbe sich jedoch die perfekte Möglichkeit, den 90-Minüter irgendwann auf DVD zu präsentieren). Das Ende ist interessant, ist es doch alles andere als endgültig. Vielmehr ist es ein Neuanfang, denn alle Freunde bleiben zusammen. Gemeinsam fliehen sie vor dem FBI quer durch die USA, immer auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück. Am Ende erlebt man gar noch mit, wie Max und Liz heiraten und dann gibt es einen traurigen, aber doch hoffnungsvollen Kommentar aus dem Off. „Abschied“ ist eine schöne Folge, die auf Grund der Komprimierung manchmal zu sehr durch die Geschichte hetzt, aber angesichts des wehmütigen Endes verzeiht man ihr das gerne.
Mit einer Folge wie dieser zeigt „Roswell“ auch, was für eine Serie sie war. Sie war nie großartige Unterhaltung, die Grenzen auslotete und diese überschritt, die innovativ war und Maßstäbe für das Medium setzte, aber sie war stets routinierte und sehr gut gemachte Unterhaltung, die Witz, Action, Sci-Fi und natürlich auch eine gehörige Portion Herz miteinander verband und damit ihr kleines, aber treues Publikum fand. „Roswell“ war die Serie, die nicht sterben wollte. Am Ende musste sie doch die Waffen strecken, aber ihre Fans werden sie nicht vergessen.