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Fakten |
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| Special Unit 2 - Die Monsterjäger |
| OT: Special Unit 2 |
| USA, 2001 bis 2002 |
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| Vorstellung | | Chicago. Die Stadt, in der ständig ein eisiger Wind weht. Die Stadt, die man vor allem wegen Al Capone kennt. Und die Stadt, in der die Links sich besonders heimisch fühlen. Die Links? Genau! Was Sunnydale und der Höllenschlund für Buffy und die Scoobies sind, ist Chicago für die tapferen Kämpfer der Special Unit 2. Ein Ort, wo sich das Böse in seiner reinsten Form sammelt!
Die Grundidee
Hier finden sich Monster und Mutanten, Bestien und Kreaturen ein, die mangels eines besseren Wortes von Captain Richard Page als Links bezeichnet werden: „Die Monster der Albträume eines jeden Kindes sind so genannte Missing Links. Und aus diesem Grund hat auch jede Kultur dieselben Märchen und Legenden über dieselben Kreaturen. Jungfrauenliebende Drachen, 200 Jahre alte Trolle. Sie sind alle real – außer Vampire, die der puren Fiktion entsprungen und absolut lächerlich sind. Es interessiert mich nicht, ob es sich über den Boden schlängelt, herumkriecht oder im Äther existiert. Wenn es etwas ist, das der Rest der Welt nicht versteht oder akzeptieren will, dann kümmert sich diese Einheit darum. Wir nennen diese Kreaturen, die weder Mensch noch Biest sind, Links. Und diese Links lieben Chicago. Fragt mich nicht warum. Ich wünschte, sie würden es nicht tun.“
Erdacht wurde das Konzept von „Special Unit 2“ von dem Autor Evan Katz, der zuvor als Produzent für „Seven Days“ zuständig war und seit dem Verscheiden seiner eigenen Kreation für „24“ geschrieben und produziert hat. Die Idee zu „Special Unit 2“ trug er seit mehreren Jahren mit sich herum, bis er schließlich die nötige Finanzierung zusammenhatte, um eine Pilotfolge in Angriff zu nehmen. Diese wurde bereits vor mehreren Jahren verwirklicht, doch das Fox Network, das Katz ursprünglich im Auge hatte, lehnte das Angebot ab und die „Special Unit 2“ hing erst einmal in der Luft. An Aufgeben war jedoch nicht zu denken, weswegen Katz seinen Pilotfilm herumzeigte und schließlich bei UPN auf Interesse stieß. Dort begutachtete man die Folge und zeigte sich bereit, die Serie als „Mid-Season-Replacement“ ins Programm zu nehmen. UPN orderte sechs Folgen, mit denen man antesten wollte, ob das Publikum mit dieser Art von Unterhaltung warm werden würde.
Worum geht’s?
Im Mittelpunkt der Handlung steht der Cop Nick O’Malley, der seit einiger Zeit bei der Special Unit 2 mit dabei ist und schon vieles erlebt und gesehen hat. Er ist ein etwas unorthodoxer Vertreter seiner Zunft, doch das mag auch mit den speziellen Anforderungen seines Berufs zusammenhängen. O’Malley untersteht Richard Page, dem Captain der Einheit. Neu zum Team stößt Kate Benson, die zuvor als normale Polizistin ihren Dienst verrichtet hat, in Ausübung ihrer Pflicht jedoch auf einen Link gestoßen ist. Sie bekam es mit einem Grauen erregenden Gargoyle zu tun, der gegen herkömmliche Waffen unempfindlich ist. Erst als O’Malley ihn mit einer Spezialwaffe attackiert, kann das Wesen zur Strecke gebracht werden. Wenig später wird Benson für die Special Unit 2 rekrutiert, deren Aufgabe es ist, Chicago von allen übernatürlichen Bedrohungen zu säubern und dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung auch weiterhin über die Lage im Unklaren ist.
Alte Bekannte
Für Freunde der Phantastik sind die Stars der neuen Serie keine Unbekannten. Serienheld O’Malley wird von Michael Landes dargestellt, der in der ersten Staffel von „Superman – Die neuen Abenteuer von Lois und Clark“ den noch unerfahrenen Fotoreporter Jimmy Olsen gespielt hat. Unlängst war er auch in einer Hauptrolle in „Final Destination 2“ zu sehen, einem der Horrorkracher des Jahres. Alexondra Lee ist den meisten vielleicht noch als Callie Martel aus „Party of Five“ bekannt. Die Darstellerin von Kate Benson hat nach dem Ende von „Special Unit 2“ eine neue Serienanstellung gefunden: „Push, Nevada“.
Richard Gant, der den Boss von Special Unit 2 darstellt, hat in einer Vielzahl von Filmen jedes Genres mitgewirkt. In „Jason Goes To Hell – Die Endabrechnung“ war er die Verkörperung des Killers Jason Voorhees und in „Godzilla“ durfte er als Admiral überlegen, wie man dem Monster den Garaus macht.
Der kleingewachsene Danny Woodburn, den man noch aus der Serie „Conan, der Abenteurer“ kennt, spielt Carl den Gnom, eine Rolle, die er ursprünglich abgelehnt hatte. Der 1964 geborene Schauspieler nimmt nicht jeden Job an, den man ihm anbietet, auch wenn es für kleine Leute wie ihn nicht unbedingt sehr viele Rollen gibt. Woodburn weigert sich jedoch, sich selbst der Lächerlichkeit preiszugeben, nur um einen neuen Job zu ergattern. Darum lehnte er auch das „Special Unit 2“-Angebot zuerst ab, da er nicht die Klischee-Rolle des Gnoms spielen wollte. Erst als Evan Katz mit ihm sprach und ihm aufzeigte, dass Carl weit mehr denn nur ein Klischee und eine echte ausbaufähige Rolle war, erklärte er sich einverstanden, in die Maske des Informanten der SU2 zu schlüpfen.
Sean Whalen spielt Sean Radmon, der nicht wirklich bei der Special Unit 2 mitmachen will, den die Umstände jedoch dazu zwingen. Whalen hat mit seiner ungewöhnlichen Optik bereits Filme wie „Waterworld“ oder „Men in Black“ bereichert.
Monster, Mutanten, Sensationen
Katz wollte von Anfang an, dass die Kreaturen, die in „Special Unit 2“ gezeigt werden, etwas Besonderes und nicht zu leicht als Effekt zu entlarven sein sollten. Darum verzichtete er soweit wie möglich auf CGI, da er die Meinung vertritt, dass diese meistens als Effekt zu entlarven sind (wenn sie nicht direkt von George Lucas kommen). Ganz darauf verzichten kann man aber natürlich auch nicht, da die Arbeit mit Masken und Puppen enorm zeitaufwändig ist. Für den Pilotfilm erschuf Stan Winston, der mit Filmen wie „Aliens“, „Predator“ oder „Jurassic Park“ mehr als nur einschlägige Erfahrungen hat, die Kreaturen. Für das Budget erwiesen sich Winstons Kreationen jedoch als echter Killer, sodass Katz schließlich auf Patrick Tatopoulos zurückgriff, der der Chefdesigner von Roland Emmerichs „Godzilla“ war und das futuristische Aussehen von „Dark City“ gestaltet hat. Die Waffen, mit denen die Special Unit 2 aktiv wird, wurden von Sid Mead erschaffen, der Jahre zuvor für „Blade Runner“ Großes geleistet hat.
Eine Verbindung von althergebrachter Make-up- und Puppentechnik und modernster CGI findet in der vierten Episode statt, in der Nick und Kate es mit Spinnenfrauen zu tun bekommen. Diese jagen in Chicago nach allein stehenden Männern, die perfekt für den Verzehr geeignet sind. Ein großartiger Effekt ist hierbei, als die Spinnenbeine aus dem Rücken der Frauen herausbrechen.
Bei den ersten sechs Folgen war es Katz wichtig, dass jede wie ein eigener Pilotfilm funktionierte, da er auch aufzeigen wollte, dass die Serie in der einen Folge über großartigen Humor, in der anderen jedoch wieder über nervenzerrenden Terror verfügen kann.
Die Monster, denen sich die Helden der Special Unit 2 stellen müssen, sind variabler Natur. In einer Folge bekommt man es mit einer Samurai-Mumie zu tun. Katz ist sich zwar darüber im Klaren gewesen, dass es in Japan keine Mumien gab, doch dieses Detail übersah er gerne, um eine Mumiengeschichte mit Twist zu gestalten. In dieser Folge wird die Mumie, die ihre eigenen Pläne für die Welteroberung hat, durch einen Sturm wiedererweckt – und das Besondere an ihr ist, dass sie früher einer der gefürchtetsten Samurai aller Zeiten gewesen ist. Weitere Monster, denen sich die SU2 stellt, sind neben erwähnten Spinnenfrauen noch Börsen-Werwölfe und ein Fettmonster, das aus jenem Fett entstand, das in Kliniken von zu gut beleibten Patienten abgesaugt und dann illegal entsorgt wird.
Zweifelhafter Erfolg
Obwohl die Serie interessant gemacht ist, über sympathische Schauspieler, ein gutes Konzept und ordentliche Effekte verfügt, war ihr der große Erfolg nicht beschieden. Nachdem Katz die Serie an UPN verkaufen konnte, musste erst einmal abgewartet werden, wie sich die sechs Episoden machen würden. Die Quoten für diese kurze erste Staffel waren sehr vielversprechend, soadass eine zweite Staffel geordert wurde. UPN machte sogar den Sendeplatz hinter der neu gestarteten „Star Trek“-Serie „Enterprise“ frei, womit ein an Sci-Fi interessiertes Publikum auch gleich auf die SU2 eingeschworen werden konnte. Doch dieses Mal – im Herbst 2001 – waren die Quoten weit weniger ansprechend als zuvor. Nach nur einer halben Staffel zog UPN den Stecker und überließ Chicago verteidigungslos den Links.
Alle Beteiligten der Serie sind mittlerweile längst zu neuen Projekten weitergezogen, doch die Abenteuer der „Special Unit 2“ sind auch heute noch einen Blick wert.
| | geschrieben von: Peter Osteried | |
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